Dodecatheon meadia lautet der etwas komplizierte Name für eine hübsche kleine Pflanze, die vom späten Frühjahr bis zum frühen Sommer blüht. Die Bezeichnung als Götterblume stammt von Carl von Linné und soll die außergewöhnliche Schönheit der Blüten beschreiben. Der Artname ehrt den britischen Arzt und Botaniker Dr. Richard Mead (1673–1754). Die rosettenbildenden Pflanzen sind nahe mit den Primeln verwandt und stammen ursprünglich aus Nordamerika, wo sie in feuchten Wiesen und lichten Wäldern wachsen. Sie ähneln den europäischen Alpenveilchen mit ihren umgedrehten Blütenblättern und den elegant geneigten Blüten an langen Stielen. Aufgrund der ungewöhnlichen Blütenform wird die zierliche Staude im englischen Sprachraum auch als „Shooting Star“, d.h. als Sternschnuppe bezeichnet. Auf dem Foto ist die aparte Alba-Form zu sehen. Sie besitzt nickende, weiße Blüten mit weit hinaus ragenden, gelben Staubfäden. Bereits kurz nach dem Ende der Blütezeit im Juni ziehen die oberirdischen Pflanzenteile schon wieder ein, daher ist es wichtig, die Pflanzstelle gut zu markieren, um dieses botanische Kleinod nicht zu verlieren.
