Der
versteckte Garten

Unsere Garten-Philosophie und ihre Umsetzung


Vogelbeeren

Ein Naturgarten wird im Wesentlichen geprägt von heimischer Flora und Fauna. Es ergeben sich vielfältige Lebensräume und natürliche Pflanzengemeinschaften: Wilde Beeren und Früchte sorgen für ein reiches Nahrungsangebot. Dornensträucher, Dickichte aus Efeuranken und flächige Bodendecker sorgen für geschützte Räume. Hier brüten viele Vögel. Es gibt im Garten auch ausgedehnte Ruhezonen, die nur selten betreten werden. Hier finden scheue Tiere wie etwa die Blindschleichen einen Rückzugsort. Langsam verrottende Baumstümpfe, hohle Stengel, Reisig- und Steinhaufen tun ein Übriges.


Holunderbeeren

Das Laub bleibt im Herbst an Ort und Stelle liegen, lediglich der Rasen wird abgerecht. Das so gesammelte Fallaub dient empfindlichen Pflanzen als Winterschutz. Samenstände und abgestorbene Pflanzenteile bleiben im Winter ebenfalls für die Tierwelt stehen. "Aufgeräumt" wird erst im Frühjahr. Dann hat sich das meiste organische Material bereits zersetzt und liefert wertvollen Humus.


Strauch-Cotoneaster-Beeren

Die wesentlichen Arbeiten in einem Naturgarten sind: Mähen, Schneiden, Kompostieren, Mulchen, Pflanzen säen, teilen und versetzen. Gedüngt wird nur in bestimmten Bereichen, wie dem Gemüsegarten, mit organischem Material, bevorzugt mit Kompost aus dem eigenen Garten ("Kreislaufwirtschaft") und Pferdemist vom Nachbarn. Der Pflanzenschutz besteht im gemischten Anpflanzen (Monokulturen werden vermieden) und im Fördern von "Nützlingen". Chemie hat bei uns im Garten nichts verloren. Entscheidend für kräftige Pflanzen sind die richtige Standortwahl und ein gesunder, ungestörter Boden.